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Trinkwasserhygiene Teil 4: Richtige Werkstoffe

Trinkwasserschutz fängt beim Einbau an. Die Trinkwasserinstallation muss hygienegerecht, langlebig, umweltschonend und nachhaltig sein. Zudem muss die Rohrleitung beständig gegen Korrosion sein. Schließlich handelt es sich um offene Systeme mit wiederkehrendem Sauerstoffeintrag. Was wie die Quadratur des Kreises klingt, ist mit den richtigen Werkstoffen jedoch leicht zu lösen.

02.11.2018

Grundsätzlich gilt, dass die Werkstoffe das Trinkwasser in seiner Lebensmittelqualität nicht unzulässig beeinträchtigen dürfen. Verschiedene Regelwerke und Vorschriften dazu sind etwa die 

  • Trinkwasserverordnung (TrinkWV)
  • Positivliste für metallische Werkstoffe in Kontakt mit Trinkwasser
  • DIN 1988-2 Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen (TRWI); Planung und Ausführung; Bauteile, Apparate, Werkstoffe 
  • DIN 50930-6 Korrosion der Metalle - Korrosion metallischer Werkstoffe im Innern von Rohrleitungen, Behältern und Apparaten bei Korrosionsbelastung durch Wässer - Teil 6: Beeinflussung der Trinkwasserbeschaffenheit 
  • DIN EN 12502 Korrosionsschutz metallischer Werkstoffe 

Welche Werkstoffe denn nun?

Nimmt man diese Regelwerke und Vorschriften, sind diese Werkstoffe für den Einsatz in Trinkwasserinstallationen optimal: 

  • Edelstahl (verschiedene Sorten)
  • Kupfer
  • Bleifreie Kupferlegierung wie z. B. CuSi
  • Kunststoffe wie PPSU oder PE in Verbindung mit mehrschichtigen Metallverbundwerkstoffen (z. B. PEX oder PE-RT) 

Damit lassen sich je nach Wasserqualität, pH-Wert (wichtig für Kupferinstallationen), Temperatur (wichtig für Kunststoffe), alle Warm- und Kaltwasserleitungen mit dem gewünschten Werkstoff ausführen, ohne gegen eines der oben aufgeführten Ziele zu verstoßen. 

Richtige Fittings gegen Stagnation

Die beste Installation vermeidet bekanntlich Stagnation. Dem Planer und Verarbeiter stehen für eine stagnationsfreie (oder jedenfalls stagnationsarme) Installation viele Fittings und Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung:

Damit lässt sich leicht eine hygienegerechte, druckverlustarme Schleifeninstallation ausführen. Alle Formteile sind mit den entsprechenden Press-, Gewinde- oder Steckenden ausgestattet und können direkt mit Edelstahl-, Kupfer- oder Kunststoffverbundrohren verbunden werden, was eine preisgünstige, sichere und effiziente Installation gewährleistet. Insbesondere unsere Doppelwandscheiben aus CuSi bieten eine saubere und sichere Lösung, die sich nicht nur durch besonders hohe Entzinkungsfähigkeit sondern zudem durch den bleifreien Werkstoff ideal für die Trinkwasserinstallation anbietet.  

Bleifreie Trinkwasserinstallation

Blei gehört nicht ins Trinkwasser. Was kein Blei enthält, gibt auch kein Blei ins Trinkwasser ab. Bleidruckrohre aus Hart- oder Weichblei sind für Trinkwasserrohre wegen der gesundheitsschädigenden Wirkung von Blei nicht mehr zugelassen. (Übrigens: Auch Nickelüberzüge für Fittings sind für die trinkwasserberührten Flächen nicht geeignet.) 

SANHA bietet daher verschiedene Systemfittings aus bleifreier Siliziumbronze CuSi an. Heute können Handel, Installateure und Planer gleich aus mehreren Serien wählen: Ob Systempressfittings der Serie 8000 "PURAPRESS", bewährte Gewindefittings der Serie 3000 "PURAFIT®" oder Systempress- und Steckfittings der Serien 23000, 25000 und 35000 "3fit®-Press" und "3fit®-Push" für hochwertige Mehrschichtverbundrohre - mit den bleifreien Systemen haben Sie es selbst in der Hand, die Belastung unseres Trinkwasser, immerhin das Lebensmittel Nummer Eins, bis auf Null zu reduzieren.

Alle unsere bleifreien Systeme bzw. die Premium-Kupferlegierung CuSi sind selbstverständlich vom DVGW sowie vielen weiteren bedeutenden internationalen Zertifizierungsstellen (z. B. WRAS, KIWA-ATA, CSTB,  SINTEF) zertifiziert bzw. Auch unsere Erklärung gegenüber dem ZVSHK ("ZVSHK-Herstellererklärung") belegt die einwandfreie Eignung vieler unserer Systeme für den Trinkwasserbereich. Bleifreie Siliziumbronze ist zudem vom Umweltbundesamt (UBA) durch die "Positivliste trinkwasserhygienisch geeigneter Werkstoffe" vom September 2013 (s.a. Regelwerk oben) für den Kontakt mit Trinkwasser geeignet.