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Gelungener Einstand in Chile: Im Gleichgewicht mit der Natur

06.04.2018

Die Casa Nida des Architekturbüros Pezo von Ellrichshausen war Finalist für den renommierten „Design of the Year Award“ in London. Die Casa liegt in dem beschaulichen Städtchen Navidad in der Provinz Cardenal Caro. Das Besondere: Das Gebäude ist nach dem Prinzip eines Baumes entworfen, sodass jede Etage über mehr Grundfläche als die darunterliegende verfügt. Vier versteifte Außenrahmen sowie acht durchgehende Säulen geben der Casa Nida langlebige Stabilität. Das naturnahe Konzept umfasst zudem eine solarthermische Anlage für Heizung und Trinkwarmwasser.

Wie ein Baumdach

In einem Ort geprägt von Zypressen, Pinien und einigen einheimischen Baumarten wie den Schwarzpappeln, fügt sich die Casa Nida harmonisch in das Landschaftsbild ein. Das ungewöhnliche Haus wurde vom chilenischen Architekturbüro Pezo von Ellrichshausen als Versuch einer Verbindung von Kunst, Technologie und Natur entwickelt.

Der architektonische Vorschlag basiert auf der vertikalen Abfolge von drei Etagen sowie einer Dachterrasse und lehnt sich damit an die grundlegende Struktur eines Turms an. Gleichzeitig nimmt er sich dadurch die Natur zum Vorbild. Wie ein Baum besteht die Casa Nida aus einer Basis, einem Zwischenstück sowie einer dritten, größten Etage, die alles wie ein Baumdach überdeckt. Dies ermöglicht zudem einen herrlichen, unverstellten Panoramablick auf den scheinbar grenzenlosen Pazifik.

Unkonventionelle Raumaufteilung

Auch die Belegung der Räume ist unkonventionell: Die Wohnräume befinden sich eher im unteren Bereich, die Schlafzimmer oben. Die Casa Nida kehrt dieses Prinzip um. Hier haben die ersten beiden Etagen kleinere Räume, der dritte Stock hingegen besteht aus einem einzigen großzügig gestalteten Raum, der sich wie die offene Plattform eines Wachturms in eine Küche, einen Speisebereich und einen Wohnbereich unterteilt. Zusätzlich gibt es auf dem Dach eine offene Terrasse.

„Wir freuen uns sehr, dass ausgerechnet die Casa Nida eines unserer ersten Projekte in Chile ist, denn wir sind hier erst seit kurzem aktiv“, erläutert Panagiotis Pafitis, Technischer Leiter bei SANHA. „Denn die Casa besticht nicht nur durch ihre ungewöhnliche Architektur. Der Kunde setzte ausdrücklich gleich drei unserer Rohrleitungssysteme ein: Edelstahl und (bleifreie) Kupfer(legierung) für die Trinkwasserversorgung sowie das Kupfer-System SANHA-Press Solar für die Installation der gesamten solarthermischen Anlage. Und das Gebäude war Finalist im Londoner Architektur-Wettbewerb „Design of the Year“ - einen besseren Einstand in einen neuen Markt konnten wir uns nicht wünschen.