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C-Stahl dauerhaft sicher installieren

In Heizungsanlagen und Kühlwassersystemen werden gerne Rohre und Fittings aus C-Stahl eingesetzt. Das macht Sinn, denn C-Stahl ist für viele Anwendungen ein sehr guter Werkstoff. Wir zeigen, wie sich eine sichere und langlebige Installation leicht realisieren lässt.

07.06.2018

Rohre und Fittings aus C-Stahl sind wirtschaftlich sehr attraktiv. Wer einige wichtige Hinweise beachtet, hat damit einen idealen Werkstoff für alle geschlossenen Systeme, d. h. Rohrleitungs-Systeme ohne einen dauerhaften bzw. regelmäßigen Sauerstoffeintrag. Verarbeiter können ihren Kunden mit diesem Werkstoff eine verlässliche Heiz- oder Kühlanlage zum günstigen Preis anbieten, wenn sie sechs einfache Schritte beachten.

Keine Chance für Korrosion

1. Lagerung und Transport

Beides muss so erfolgen, dass die Rohre und Fittings vor Feuchte geschützt sind. 

2. Einsatzbereich beachten

Rohrleitungssysteme aus C-Stahl können problemlos für alle Innenleitungen in geschlossenen Systemen eingesetzt werden. Das heißt: Keine Außenverlegung, keine chemisch aggressive Atmosphäre und kein dauerhafter Eintrag von Sauerstoff in das System. So lassen sich Vor- und Rücklauf von Heizungen problemlos aus C-Stahl herstellen. Auch geschlossene Kühlwasseranlagen können damit installiert werden. Wenn sich Wasser auf dem Rohr ablagern kann (z. B. Estrich, Schwitzwasser, feuchtes Mauerwerk), muss der C-Stahl gegen Außenkorrosion und Beschädigung geschützt werden. 

3. Anschlüsse schützen

Anschlüsse für einen Heizkörper sollten nach Möglichkeit nicht vom Fußboden aus nach oben, sondern über eine Wandanschlussbox mit integriertem Kondenswasserschutz direkt in die Wand geführt werden. Weder Putzwasser noch Feuchte im Mauerwerk können den C-Stahl an den kritischsten Punkten erreichen. Auch hier darf der Korrosionsschutz nicht nachträglich beschädigt werden. 

4. Richtige Druckprobe

Die ersten Drucktests sollten mit trockener Druckluft während der geeigneten Bauphasen durchgeführt werden. Erst wenn die Anlage in Betrieb genommen wird, sollte Wasser zum Testen verwendet werden. 

5. Inbetriebnahme

Vor der Inbetriebnahme muss eine Anlage gespült werden. Damit werden loser Schmutz und Fremdkörper, die bei der Montage in das System eingebracht werden, entfernt. In allen Fällen sollte die Spülung und Inbetriebnahme der Anlage nach den Vorgaben des Herstellers erfolgen. Hinweise zur Inbetriebnahme und Spülung finden Sie in CIBSE AM14:2010 

Die meisten Rohrleitungssysteme aus C-Stahl sind außen oder beidseitig (nicht für Heizung) verzinkt. Diese ca. 7 Mikrometer dicke Schicht bietet einen gewissen Schutz nach DIN EN ISO 2081 (Beanspruchungsstufe 1). Diese Systeme sind somit für eine Installation in warmer und trockener Atmosphäre geeignet. Eine kurzzeitige Befeuchtung hat keine Auswirkung, wenn die Rohrleitungsoberfläche danach schnell abtrocknen kann.

Vorisolierte Systeme helfen wenig

Auf dem Markt sind inzwischen auch vorisolierte Systeme erhältlich. Allerdings sind dabei nur die Rohre isoliert. Alle Fittings müssen mit hohem Zeitaufwand nachträglich abgedichtet werden. Dabei kann es sein, dass gerade hier Lücken übersehen werden oder die Isolierung der Rohre bei Transport oder Verlegung beschädigt wird - idealer Nährboden für Feuchteangriffe von außen. Zudem ist es oft schwierig, die Verbindungsstellen in engen Schächten sicher zu isolieren, da schlicht kein Platz vorhanden ist.

Wenn eine langanhaltend oder dauerhaft feuchte Umgebung zu erwarten ist, kann als wirtschaftlich und technisch sinnvolle Alternative ein Rohrleitungssystem aus niedrig legiertem Edelstahl wie NiroTherm von SANHA eingesetzt werden. Damit sparen Verarbeiter nicht nur den Zeitaufwand für die Isolierung bzw. sichern sich gegen übersehene Beschädigungen an vorisolierten Rohren ab, sondern sind in jedem Fall auf der sicheren Seite.

Fazit

Mit Rohrleitungssystemen aus C-Stahl können Verarbeiter für Bauprojekte sehr wettbewerbsfähige Angebote abgeben. Wer einige einfache Schritte befolgt, kann das Rohrleitungssystem dauerhaft vor Korrosion schützen. Dazu muss in der Bauphase darauf geachtet werden, dass die installierten Rohre in trockenen Umgebungen gelagert bzw. verlegt sind, dass eindringendes Wasser im Bereich von Rohren frühzeitig erkannt wird, und /oder, dass die Rohroberflächen mit einem wirksamen Korrosionsschutz versehen sind. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen keine neuen Regeln erstellt oder neue Produkte entwickelt werden, sondern lediglich bekannte technische Regeln und Vorgaben der Hersteller berücksichtigt und eingehalten werden.