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Wohnungswirtschaft: Hoher Anspruch an Hygiene

Die Wohnungswirtschaft, sprich die mittleren und großen Genossenschaften oder Wohnungsbaugesellschaften sind für viele Verarbeiter ein interessantes Feld. Natürlich ist es nicht ganz leicht, sich hier zu etablieren, aber es kann sich lohnen. Dabei haben Sie es oft selbst in der Hand, sich durch gute Planung und Vorbereitung im Vorfeld optimal zu positionieren. Wenn es um die Themen Rohrleitungsinstallation und Hygiene geht, hilft SANHA Ihnen natürlich mit Rat und Tat weiter.

19.02.2016

Einflussfaktoren auf das Trinkwasser

Damit Wasser klar und gesundheitlich unbedenklich aus der Armatur läuft, sind einige Rahmenbedingungen zu beachten. Auf die Wasserqualität wirken einerseits die eingesetzten Werkstoffe, andererseits die Temperatur sowie die Verschmutzung der Komponenten vor und während der Montage und die Art der Leitungsführung. Was die Werkstoffe angeht, gilt zur Sicherung der Trinkwasserqualität u.a. ein anspruchsvoller Bleigrenzwert von 0,01 mg/l.

Mit der Trinkwasserverordnung ist dies schon 2013 in Deutschland in Kraft getreten, wobei jeweils höchstens 0,005 mg/l vom Wasserversorger eingeleitet bzw. von der häuslichen Installation eingetragen werden dürfen. Wichtig ist hier, dass es um die Summe des Bleieintrags geht – alle wasserberührten Komponenten nach der Übergabe in das Gebäude, von Armaturen über Rohrverbindungen bis zu Wasserzählern sowie die Zusammensetzung des Wassers können sich auswirken.

Selbst wenn ausschließlich zugelassene Produkte installiert werden, kann es in bestimmten Situationen zu einer Grenzwertüberschreitung kommen. So gab es 2015 eine Reihe von Fällen, in denen solche Überschreitungen festgestellt wurden und kostenintensiv behoben werden mussten. Was vielen nicht klar ist: Sie als Verarbeiter sind für die Einhaltung des Grenzwertes verantwortlich!

Auch Temperatur und Leitungsführung sind für die Trinkwasserqualität relevant und entsprechend im ersten Stadium eines Projekts zu beachten. Schon während der Montage wird Einfluss auf den Grad der Verschmutzung genommen.

Vorausschauende Planung

Die DIN EN 806 (Technische Regeln Trinkwasserinstallation) gibt vor, dass eine Installation für eine kalkulierte Lebensdauer von 50 Jahren den funktionalen Anforderungen entsprechen muss, keinen Schaden anrichten und die Gesundheit nicht gefährden darf. Dies beinhaltet, das Entstehen und die Ausbreitung von Mikroorganismen, etwa das Bakterium Legionella pneumophila, zu unterbinden. Solche Mikroorganismen entstehen insbesondere durch Stagnation des Wassers, den Eintrag von Nährstoffen und wachstumsfördernde Temperaturen.

Diese negativen Punkte lassen sich durch optimierte Rohrleitungsverläufe, exakte Dimensionierung und entsprechende Werkstoffe weitgehend unterbinden. Die bedarfsgerechte Auslegung stellt sicher, dass bereits im normalen Betrieb ein ausreichender Wechsel des im System befindlichen Wassers stattfinden kann. Als Vorgabe nach VDI 6023 gilt, dass der Inhalt eines Trinkwassersystems spätestens nach 72 Stunden ausgetauscht sein muss. Voraussetzung hierfür ist eine exakte Rohrnetzberechnung unter Berücksichtigung der tatsächlichen Einzelwiderstände und einer dem Nutzerverhalten angepassten Gleichzeitigkeit. Statt einer T-Installation werden die Entnahmestellen heute in Schleifenform angeschlossen. Regelmäßig genutzte Entnahmestellen lassen sich am Ende dieser Schleifeninstallation anordnen. Alternativ kann eine gesamte Stockwerksleitung als Ringleitung ausgeführt werden. Eine thermische Desinfektion, bei der eine Mindesttemperatur von 70 °C an allen Entnahmestellen vorgeschrieben wird, ist mit diesen Installationsmethoden weitaus einfacher möglich. Darüber hinaus sind Probeentnahmeventile zu installieren, um die vorgeschriebenen Prüfungen im 3-Jahres-Turnus möglichst einfach durchführen zu können.

Die Temperaturen von Kalt- und Warmwasserleitungen – Legionella pneumophila entwickelt sich zwischen 25 und 45 °C – sind durch fachgerechte Verlegung und Dämmung zu begrenzen. Zu den wichtigen Maßnahmen zählen der Abstand der Kaltwasserleitungen zu wärmeführenden Installationen, keine Durchführungen durch Heizestriche sowie separate Schächte für Steigleitungen. Auf diese Weise wird garantiert, dass Kaltwasser maximal bis 25 °C erwärmt wird, Warmwasser nicht unter 55 °C. Diese Werte gelten für alle Teile des Systems.

Installationssysteme ohne Blei

Mögliche Konsequenzen aus der Überschreitung des Bleigrenzwertes, insbesondere Stilllegung, hohe Kosten für Sanierungsmaßnahmen und Mängelbeseitigung, lassen sich mit den richtigen Produkten von vornherein vermeiden. Schon seit Mitte 2012 bietet SANHA mit Premium-Fittings der Serien PURAPRESS® und PURAFIT® die Möglichkeit einer bleifreien Trinkwasserinstallation. Die Press- oder Gewinde-Fittings werden aus Siliziumbronze (CuSi), einer besonders harten und dichten und daher sehr korrosionsbeständigen Kupferlegierung gefertigt. Sie können mit Rohren aus verschiedenen Werkstoffen wie Edelstahl oder Kupfer zu einem bleifreien Trinkwassersystem verbunden werden. Damit lässt sich eine normgerechte und vor allem bleifreie Installation realisieren. So ist es nicht verwunderlich, dass bei Ausschreibungen inzwischen gezielt bleifreie Produkte gefordert werden.

Planer und Verarbeiter arbeiten zusammen

Eine zeit- und kostensparende Montage wirkt sich positiv auf jedes Projekt der Wohnungswirtschaft aus. Dies gelingt mit combipress – unter dem Begriff werden die Installationseigenschaften von SANHA-Systemen zusammengefasst. Sie vereinfachen das Verpressen im Baustellenalltag, denn die Systemverbindungen sind kompatibel zu den gängigen Pressprofilen. Der Handwerker kann sein Werkzeug frei wählen bzw. auf vorhandenes zurückgreifen. Verwechslungen auf der Baustelle – und damit eine mögliche Fehlerquelle – sind gänzlich ausgeschlossen. Außerdem zählen die „Unverpresst-Undicht-Funktion“ und „Push & Stay“ (Gleithaftung) zu den Pluspunkten von combipress. SANHA übernimmt als einziger Hersteller von Presssystemen die Gewährleistung für die Dichtheit der Pressverbindung – unabhängig vom Profil der Pressbacken. Dies gilt, wenn die Pressmaschinen und Pressbacken bestimmte Mindestanforderungen erfüllen.