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Offshore-Windparks in der Nordsee mit SANHA

Offshore-HGÜ-Systeme dienen der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung des gewonnenen Stroms von Offshore-Windparks zum Land. Sie leiten den Strom besonders verlustarm von einem Windpark zu den Verbrauchern im Binnenland. Eine dieser Konverterstationen ist „HelWin Alpha“. Für die Trinkwasserversorgung der Wohncontainer der Station hat der Fachbetrieb Klaus Sandmann aus Haren (Ems) Systeme von SANHA installiert.

16.11.2016

130 km lang - 576 MW Kapazität - 45 km Landkabel - 85 km Seekabel: Das sind die beeindruckenden Zahlen dieses Projekts zur umweltfreundlichen Energieversorgung: Eine 576 MW starke Netzanbindung für Windparks auf See wurde nahe Helgoland im Projekt HelWin1 vom Netzbetreiber TenneT in Gleichstromtechnik realisiert. Die Kabellänge zwischen der Festlandküste und der Offshore-Konverterplattform HelWin alpha beträgt rund 85 Kilometer. Der Anlandungspunkt der Netzanbindung befindet sich bei Büsum. Ab dort verläuft sie 45 Kilometer bis zum neuen Umspannwerk und der Konverterstation Büttel. 

Für die Netzanbindung wurden 2011 die Bohrungen für die Unterquerungen des Nord-Ostsee-Kanals und des Landesschutzdeiches ausgeführt. Anschließend wurden die Land- und Seekabel verlegt. Im Sommer 2013 folgte die Errichtung der Konverterplattform HelWin alpha auf See. Im Winter 2014/15 liefen erforderliche Restmontagen und Testprogramme auf HelWin alpha. 

Mit „an Bord“ ist das Rohrleitungssystem NiroSan® von SANHA. Installiert wird das Premium-System in den Dimensionen 15 – 42 mm für eine hochwertige und sichere Trinkwasserversorgung der etwa 20 Wohncontainer, die den auf HelWin Alpha Beschäftigten Unterkunft bieten. Das NiroSan®-System besteht aus Fittings und Rohren aus dem Werkstoff 1.4404. Dieser nichtrostende austenitische Edelstahl muss laut Norm mindestens 2 % Molybdän enthalten – bei SANHA sind es sogar 2,3 %. Zudem dürfen nicht mehr als 0,03 % Kohlenstoff in dem Werkstoff vorkommen. Diese Kombination macht NiroSan® besonders unempfindlich gegen Korrosion.

Der renommierte Fachbetrieb Klaus Sandmann aus Haren (Ems) setzte das Edelstahl-System aber nicht nur aufgrund seiner guten Korrosionsbeständigkeit ein. Dank der combipress-Funktion von SANHA lässt sich NiroSan® außerdem sehr leicht verarbeiten. Dazu gehört die Werkzeugkompatibilität, d.h. die Verpressbarkeit mit den Originalkonturen SA, M und V. Verarbeiter können so ihr vorhandenes Werkzeug nutzen; eine Verwechslungsgefahr auf der Baustelle ist ausgeschlossen. Außerdem ist das System unverpresst undicht und die Fittinge lassen sich dank Push & Stay auf das Rohr stecken, ohne abzurutschen. 

„Mit dieser Systemlösung können wir alle Arbeiten sowohl an Land als auch auf der Plattform selbst sehr leicht durchführen,“ zieht Projektleiter Frank Schmidt zufrieden sein Fazit. „Zudem bietet sie ein Höchstmaß an Langlebigkeit für eine sichere Trinkwasserinstallation.“

Windpark an der Nordsee