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NiroTherm in Tierstallungen

Bereits 2015 haben wir speziell für feuchtegefährdete Bereiche wie im Estrich unser Edelstahl-Presssystem NiroTherm® eingeführt. Das System wird aus dem Werkstoff-Nr. 1.4301 gefertigt. NiroTherm® bietet Verarbeitern somit eine echte Alternative zu herkömmlichen Werkstoffen bei geschlossenen Systemen aus herkömmlichen Werkstoffen, mit der sich oftmals hohe Arbeitskosten für eine aufwendige Isolierung gegen Feuchte einsparen lassen. Doch auch in Tierstallungen eignet sich das praktische System, wenn einige Voraussetzungen beachtet werden.

17.03.2016

Das Edelstahl-Presssystem NiroTherm® wurde bereits auf der ISH im März 2015 der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Insbesondere die zeitsparende Verarbeitung dieses Systems im Vergleich zu C-Stahl bietet Verarbeitern erhebliche Vorteile, denn dank seiner exzellenten Korrosionsbeständigkeit reduziert sich der Aufwand zur Isolierung gegen Feuchte deutlich. Zudem gilt auch für NiroTherm® die volle combipress-Funktionalität.

Das System besteht aus einem austenitischen, nichtrostenden Cr-Ni-Stahl (Werkstoff-Nummer 1.4301 nach EN 10088). Die zugehörigen Systemrohre sind WIG- und längsnahtgeschweißte Präzisionsedelstahlrohre, die in den Dimensionen d = 15 mm - d = 108 mm nach EN 10312, Reihe 1, hergestellt werden. Aufgrund seiner exzellenten Korrosionsbeständigkeit wird dieser Edelstahl bislang besonders gern in solchen Bereichen verwendet, die durch ihre feuchte Umgebung Korrosion verursachen und damit eine aufwendige Feuchteisolierung erfordern, wie z. B. Druckluft-, Kühlwasser- sowie Heizungsinstallationen. 

Aufgrund seiner sehr guten Werkstoffeigenschaften ist der Einsatz von NiroTherm® in Trinkleitungen von Tierstallungen ebenfalls möglich. Das System eignet sich bis zu einem Chloridgehalt von 200 mg/l (bei 25 °C) im Tränkwasser. Zwar sieht der Gesetzgeber für das Tränkwasser von Tieren keine Qualitätsvorgaben ähnlich der Trinkwasserverordnung (TrinkWV) vor. Dennoch muss eine Beeinträchtigung des für Menschen geeigneten Trinkwassers stets sicher vermieden werden. Daher ist es ratsam, eine Trennung beider Netze über einen freien Auslauf vorzusehen. Für einen optimalen Einsatz, hohe Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit muss zudem der Kontakt des Werkstoffs mit tierischen Ausscheidungen vermieden werden. 

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