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IZR Regensburg: Trinkwasserinstallation von SANHA

Das Innovationszentrum IZR in Regensburg auf dem TechCampus wird mit dem Ziel errichtet, die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern. Der Bau in der Nähe der Universität gilt als Auftakt für ein besonders kreatives Umfeld. Die Trinkwasserinstallation lieferte SANHA.

27.10.2015

Mit dem bis auf wenige Details nahezu fertiggestellten Innovationszentrum IZR entstand ein markantes Gebäude, das prägend für das Gesamtareal sein wird. Auf dem etwa 8.000 m² großen Gelände der ehemaligen Nibelungenkaserne wurde das IZR in direkter Nachbarschaft zur Universität gebaut. Rund 13.000 m² Nutzfläche für Büros, Labore, Seminar- und Konferenzräume sowie eine Tiefgarage mit ca. 200 Stellplätzen umfasst das 32 Millionen Euro teure Projekt.

Geplant wurde das Gebäude von der Nickl & Partner Architekten AG aus München. Als maximale Grundrissabmessungen werden 86,8 m x 47,5 m angegeben. Es gliedert sich in einen nördlich gelegenen, viergeschossigen Bereich nahe der Wohnbebauung und einen siebengeschossigen Teil sowie zwei Tiefgaragenebenen darunter. Zwischen den beiden verschieden hohen Bauten entsteht ein allseitig umschlossener, begrünter Innenhof. Die Elementfassade prägt die moderne Optik des Bauwerks. Als zeitgemäß kann auch das Energiekonzept gelten: eine Kombination aus BHKW mit Absorptionswärmenutzung, Wärmepumpentechnik und Eisspeichertechnik für die Kühlung. Der Strom soll größtenteils im Gebäude selbst verbraucht werden.

Hochwertige Trinkwasserinstallation

Aufgrund der Gebäudeart wurden hohe Anforderungen an die technische Ausstattung gestellt. Dies galt auch für den Trinkwasserbereich. Aus diesem Grund fiel bei der Installation der Trinkwasserleitungen die Wahl auf NiroSan® von SANHA. Das hochwertige Edelstahl-System stellt nicht nur eine normgerechte, sondern dank des eingesetzten Werkstoffs eine besonders korrosionsresistente und langlebige Trinkwasserinstallation sicher. Für eine passgenaue Auslegung wurde der SANHA-Planungsservice in Anspruch genommen. Fachleute des Herstellers unterstützten das beauftragte Installationsunternehmen, die Melzl Heizungsbau GmbH aus Pentling, unter anderem bei der Rohrnetzberechnung und -auslegung. Das Fachunternehmen hat vor allem NiroSan® in den Dimensionen 15 bis 88,9 mm verlegt. Hierzu wurden insgesamt rund 2.000 Meter Rohre sowie fast 3.000 Systemfittings verbaut.

Pluspunkte von Edelstahl

Das vielfach zertifizierte NiroSan® besteht aus den Edelstahl-Werkstoffen 1.4404 bzw. 1.4408, die sich durch einen sehr niedrigen Kohlenstoffgehalt auszeichnen. SANHA-typisch sind die Werkstoffe außerdem mit einem besonders hohen Molybdän-Anteil von mindestens 2,3 % versehen, was sie gegenüber dem sonst üblichen Werkstoff 1.4401 deutlich korrosionsbeständiger macht. Dank dieser Eigenschaften sind die Werkstoffe optimal für hygienisch anspruchsvolle Anwendungen geeignet. Als einziger deutscher Systemtechnik-Anbieter muss SANHA dabei nicht auf externe Zulieferer zurückgreifen: Die Edelstahlrohre werden im eigenen Werk in Berlin gefertigt. Auf diese Weise kann das Unternehmen eine gleichmäßig hohe Materialqualität sicherstellen.

Eine weitere Besonderheit von NiroSan® ist die Qualität der Verarbeitung: Die Systemrohre werden ausschließlich WIG-geschweißt. Dieses Verfahren schont den Werkstoff und es entsteht eine besonders saubere und homogene Schweißnaht, die anschließend innen – nicht nur außen – geglättet wird. Alle Rohre werden zudem thermisch behandelt, um den Korrosionsschutz noch weiter zu erhöhen.

Kunststoff und bleifreie Siliziumbronze für die Anbindung

Die kleineren Dimensionen wurden mit den Systempressfittings 3fit®-Press aus bleifreier Siliziumbronze und MultiFit®-Flex-Mehrschichtverbundrohren umgesetzt. Dazu wechselte der Installateur an den entsprechenden Absperrvorrichtungen das System. Diese Lösung wurde unter anderem für alle Sanitärräume gewählt, etwa bis zum Anschluss an den Spülkasten oder an ein Waschbecken. Aufgrund der verwendeten Fittings aus bleifreier Siliziumbronze ist dieses System besonders für die Trinkwasserinstallation geeignet. Es erfüllt die strengen Forderungen der novellierten Trinkwasserverordnung an den Grenzwert von Blei im Trinkwasser in Höhe von maximal 0,01 mg/l in vollem Umfang.

Einfache und zeitsparende Verarbeitung

Neben den Vorteilen, die mit der Materialwahl verbunden sind, zählt auch die schnelle und einfache Verarbeitung zu den Pluspunkten. So zeichnen sich die Pressfittings durch die SANHA-eigene Werkzeugkompatibilität (WZK) aus: Sie lassen sich mit praktisch allen auf dem Markt befindlichen Original-Presskonturen SA, V und M für metallische Systeme und mit den Original-Presskonturen TH, U, F, B und H bei Verbund- und Kunststoffrohrsystemen problemlos verarbeiten. Die unter dem Begriff „combipress“ zusammengefassten Funktionalitäten umfassen neben der WZK auch die Unverpresst-Undicht-Funktion (UVUD) und Push & Stay (Gleithaftung). Dadurch spart der Verarbeiter Zeit und erlangt mehr Sicherheit, denn Verwechslungen des Werkzeugs auf der Baustelle werden unterbunden und nicht verpresste Verbindungen rasch erkannt. Dabei übernimmt SANHA als einziger Presssystem-Hersteller unabhängig von der Presskontur bei Standardanwendungen in der Haustechnik bis einschließlich 54 mm die Gewährleistung für die Dichtheit der Pressverbindung.

Innovationszentrum in Regensburg
Das Innovationszentrum in Regensburg wurde mit Rohrleitungen von SANHA ausgerüstet.
Innovationszentrum in Regensburg
3fit-Press wurde im IZ Regensburg eingesetzt.