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Hygiene im Krankenhaus: Uniklinik Frankfurt setzt auf SANHA

Auf dem Gelände des renommierten Universitätsklinikums Frankfurt wird derzeit an mehreren Stellen gebaut. Dabei werden hochwertige Rohrleitungssysteme von SANHA für Trinkwasser, Heizung und Kälte eingesetzt.

24.08.2016

Eine Stadt in der Stadt – so könnte man das Universitätsklinikum Frankfurt nennen. Auf dem 433.200 m² großen Gelände sind alle medizinischen Fachrichtungen zusammengefasst, rund 4.600 Mitarbeiter sind hier beschäftigt. An den Zentralbau Haus 23 angrenzend wird derzeit ein neuer Bauabschnitt errichtet. Ziel ist es, damit die eingeleitete betrieblich-bauliche Entwicklung fortzuführen. Die Bauherrenschaft liegt in Händen des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen LBIH bzw. der Universitätsklinik Dezernat 4 Bauliche Entwicklung. Für die Gewerke Heizung und Sanitär wurde die Maßalsky GmbH aus Glauchau beauftragt. Bei früheren Projekten der Uniklinik hatte sich die gute Zusammenarbeit mit dem Bauherrn bereits mehrfach bewährt.

Im Neubau Haus 23D, E und F werden später neben den Patientenzimmern Behandlungs- und Funktionsräume zu finden sein. In zwei Untergeschossen und zwei Obergeschossen laufen derzeit die Installationsarbeiten. Dazu zählen unter anderem Verrohrungen für Heizung, Trinkwasser sowie Kälte.

Rund um die Beheizung

Das Gebäude wird wie auch die anderen auf dem Gelände mit Fernwärme versorgt. Dazu wurde im 2. Untergeschoss eine Übergabestation vorgesehen. Die Wärmeverteilung in den Patientenzimmern sowie in den Untersuchungsräumen wird mit Radiatoren erfolgen, die bereits weitgehend eingebaut sind. Dabei kamen Ausführungen zum Einsatz, die sowohl gut zu reinigen sind als auch von den Abständen her eine gute Zugänglichkeit aller Wandflächen bieten.

Die Heizungsverrohrung wird mit SANHA®-Therm in verschiedenen Dimensionen umgesetzt, einer wirtschaftlichen Lösung für geschlossene Heizungsinstallationen. Das SANHA®-Therm-System besteht aus Pressfittings mit einer schwarzen Formteildichtung aus EPDM und entsprechenden Systemrohren aus dem gleichen Werkstoff (Rohre nach DIN EN 10305-3). Dieser Teil der Arbeiten konnte inzwischen weitgehend erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Trinkwasserinstallation

Für die Patienten eines Krankenhauses ist die sichere Trinkwasserinstallation von noch größerer Bedeutung als sonst. Die Ansprüche an die Hygiene sind hier besonders hoch. Dementsprechend musste die Leitungsführung gewählt werden. In den einzelnen Bauabschnitten wurden Schleifeninstallationen ausgeführt. Durch diese Installationsart wird das gesamte System bei jedem Zapfvorgang durchgespült und Stagnation verhindert. Des Weiteren wurden Strömungsteiler montiert.

Als Rohrleitungssystem wurde für alle Trinkwasserbereiche NiroSan® eingesetzt, eine hochwertige Produktreihe aus Edelstahl. Das System besteht aus Pressfittings mit einer Formteildichtung aus EPDM und Edelstahlrohren, die allen Vorgaben des DVGW-Arbeitsblatts GW 541 bzw. der DIN EN 10312 entsprechen. Alle Pressfittings werden aus den Werkstoffen 1.4404 – für die Formteile – und 1.4408 – für die Gewindeteile, in Edelstahlfeinguss – gefertigt. Der Werkstoff 1.4404 enthält mindestens 2,3 % Molybdän und weist einen geringeren Kohlenstoffanteil als der konventionelle Werkstoff 1.4401 auf. Damit überzeugt er durch seine deutlich höhere Korrosionsresistenz. Das NiroSan®-Presssystem verfügt über alle Prüfungen und ist von allen namhaften europäischen Zertifizierungsstellen zugelassen. Das Produktportfolio umfasst alle Größen bis 108 mm, als maximaler Betriebsdruck wird 16 bar angegeben.

Zur Sicherheit wird später im laufenden Betrieb mit entsprechenden Systemarmaturen eine Zwangsspülung ausgeführt, wenn die Temperatur des Wassers auf mehr als 25 °C steigt. Die Spülung hält so lang an, bis die Temperatur wieder gesunken ist. Für den Bereich Kälte wurde ebenfalls NiroSan® eingesetzt.

Kälteleitungen

Für den Bereich Kälte lieferte SANHA ebenfalls das geprüfte System NiroSan®, entsprechend der Vorgabe des Bauherrn, der hochwertigen Edelstahl wünschte. Das System aus Pressfittings mit einer schwarzen Formteildichtung aus EPDM und Edelstahlrohren fällt positiv durch seine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion auf.

Vorteile von Edelstahl

 

Der Werkstoff genießt für zahlreiche Anwendungen einen guten Ruf. So kann beispielsweise SANHA ein umfassendes Sortiment aus dem Werkstoff Edelstahl liefern, denn das Unternehmen verfügt über vier eigene Werke, davon ein reines Edelstahlrohrwerk in Berlin und ein Edelstahlfittingwerk in Schmiedefeld bei Dresden. Dort entstehen auch die im Uniklinikum Frankfurt eingesetzten Rohrleitungssysteme NiroSan® und SANHA®-Therm

Über die Installation

Auf der Baustelle wird anhand der Pläne festgelegt, in welchen Abschnitten welche Arbeitsschritte erfolgen. So wurden etwa zunächst die Anschlüsse der Sanitärelemente Waschbecken und Dusche hergestellt. Dabei nutzten die Fachhandwerker Doppelwandscheiben für die Schleifeninstallation aus der Serie PURAFIT®. Ihr Vorteil: Sie bestehen aus bleifreier Siliziumbronze CuSi und sind damit für den Einsatz in Trinkwasserinstallationen besonders gut geeignet. Die strengen Anforderungen an den Bleigrenzwert werden so bestens erfüllt, denn das Material bietet die Sicherheit, dass durch die Rohrinstallation kein Blei eingetragen wird. Verarbeiter haben somit die volle Sicherheit und müssen keine Abnahmeverzögerung oder sogar eine aufwändige und teure Mängelbeseitigung befürchten.

Jedem Set liegt außerdem eine Universal-Montageschiene bei, die sich auch bei der Vorwandinstallation einsetzen lässt. Damit werden die normgerechten Mittenabstandsmaße für Sanitärarmaturen realisiert.  

Die Verbindungsleitungen - wichtigster Bestandteil einer hygienischen Installation - werden nach und nach mit NiroSan® erstellt. Bis zur vollständigen Fertigstellung werden alle offenen Rohre mit Verschlusskappen geschützt. Jede offene Installation wird sorgfältig geschützt, bis sie verpresst wird. Ebenso sind die Rohre im Materiallager mit Schutzkappen versehen, damit kein Schmutz eingetragen wird.

Die Verarbeitung der Rohre und Fittings wird durch die Eigenschaften Werkzeugkompatibilität, Gleithaftung und Unverpresst undicht vereinfacht. Diese drei Punkte fasst SANHA unter dem Stichwort combipress zusammen. Für den Handwerker bedeutet dies beim Verpressen eine leichtere Handhabung und mehr Sicherheit. 

Fazit

Hohe Ansprüche an die Hygiene werden mit den richtigen Rohrleitungssystemen erfüllt. Sowohl die Systeme aus Edelstahl als auch bleifreie Fittings aus Siliziumbronze werden in den neuen Räumlichkeiten ihre Funktion dauerhaft sicher erfüllen.

Verrohrung von SANHA
Pressfittings und Rohre