Leitungen für medizinische und technische Gase
Für Medizinalgase (z. B. Sauerstoff als Atemgas, Lachgas als Narkosegas,Kohlendioxyd, Stickstoff, Helium, Xenon etc.) und technische Gase empfehlen wir Kupferleitungen mit Kupferrohren nach EN 13348. In EN 737 ist für Medizinalgasleitungen und für Vakuumleitungen nur das Hartlöten aufgeführt. Danach kommen hier SANHA-Kapillarlötfittings (Serie 5000, bzw. für Gewindeübergänge Serie 4000) zum Einsatz.
Solange diese Fittings in der Originalverpackung (PE-Beutel) verbleiben, entsprechen sie den Anforderungen an medizinische Gasversorgungsanlagen und Vakuumleitungen. Nach Öffnung des Originalverschlussbeutels liegt die Verantwortung für die erforderliche Reinheit der Innenoberflächen beim Verarbeiter.
Um Zunderbildung auf der Rohrinnenoberfläche während des Hartlötens sicher auszuschließen, ist während des Lötvorganges das Leitungsinnere mit Schutzgas zu spülen. Hierzu ist jedes Leitungsende mit einem Schlauch zu versehen, der in einer Wasservorlage endet.
Der Schutzgasstrom ist dann so einzustellen, dass aus jeder Wasservorlage Gasperlen leicht aufsteigen. Sollen – entgegen den Festlegungen in EN 737 – die Verbindungen mit Pressfittings hergestellt werden, so ist dies vorab mit dem Bauherrn gesondert schriftlich zu vereinbaren.
Bei der Herstellung der Pressverbindungen ist keine Schutzgasfüllung erforderlich, da hierbei keine Wärmebehandlung stattfindet.
Für technische Gase bestehen grundsätzlich keine Einschränkungen hinsichtlich der Verbindungstechnik. Es wird daher in diesen Fällen die Verwendung des SANHA-NiroSan-Presssystems oder der SANHA-Pressfittings aus Kupfer und Kupferlegierungen (in Verbindung mit Kupferrohren nach EN 1057) empfohlen. Bei besonderen Anforderungen an die Reinheit des Gases (Reinheitsklasse 5 und höher) sollte mit der Anwendungsberatung der SANHA Kontakt aufgenommen werden.