Heizungsinstallation
Die moderne Haustechnik stellt hohe Anforderungen an die Planung und Erstellung von Heizungsanlagen. Um Wärme zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort zu transportieren bedarf es eines auf die höchste Qualitätsstufe ausgelegten Rohrleitungssystems. Sicherheit, Langlebigkeit und nicht zuletzt die Wirtschaftlichkeit sind die Kriterien, nach denen Rohrleitungssysteme beurteilt und eingesetzt werden. Unter diesen Gesichtspunkten ist der Materialwahl für das Rohrleitungssystem besondere Beachtung zu schenken. Heizungen müssen zur Vermeidung von Korrosionsschäden an Bauteilen aus unlegiertem Stahl oder Gusseisen weitgehend sauerstofffrei betrieben werden (CO2 ≤ 0,1 mg/l nach VDI 2035). Kunststoffe sind grundsätzlich sauerstoffdurchlässig. Für Betonkernaktivierungen und für Fußbodenheizungen alternativ zu Metallrohren verwendbare Kunststoffrohre sind zwar zur Verminderung der Sauerstoffdurchlässigkeit mit einer Sperrschicht versehen, doch dürfen solche Rohre nach DIN 4726 bereits dann „diffusionsdicht“ genannt werden, wenn die vom Heizungswasser bei einer Temperatur von 40° C aufgenommene Sauerstoffmenge nicht höher ist, als 0,1 g m-3 d-1. Dies bedeutet aber, dass bei einem üblicherweise für die Betonkerntemperierung (BKT) verwendeten Kunststoffrohr der Abmessung 20 x 2,3 bei z. B. einer Fußbodenfläche von 3200 m2 und somit einer Rohrlänge von ca. 16000 m (Verlegeabstand 20 cm) und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass bei BKT mit Kunststoffrohren Vorlauftemperaturen von bis zu 40° C gefahren werden, täglich bis zu ca. 300 mg Sauerstoff vom Heizungswasser aufgenommen werden können. Nimmt man vereinfachend an, dass diese Sauerstoffmenge vollständig nach der Schikorr- Reaktion in Rost (Fe3O4) umgewandelt wird, so werden täglich ca. 680 mg Rostschlamm gebildet. Ein Problem, dass bei Verwendung von Metallrohren nicht auftritt.
Sowohl beim SANHA-NiroSan-Presssystem (aus Edelstahl, Serie 9000) als auch bei SANHA-Pressfittings aus Kupfer (Serie 6000) und Rotguss (Serie 8000) kann keine Sauerstoffdiffusion auftreten.
Eine moderne Heizungsverteilung unterteilt sich in drei Systemabschnitte. Diese sind Verteilleitung, Steigleitungen und die Feinverteilung innerhalb der Wohn- bzw. Aufenthaltsräume.
Die Wärmeerzeugung ist stets auf mehrere Schultern verteilt, wobei die klassischen Formen, zum einen der zentrale Heizkessel mit Öl- oder Gasbrenner und zum anderen in geringerem Maße die Fernwärme, die wohl am meisten zur Anwendung kommenden Erzeugungsformen darstellen. Darüber hinaus kommen gasbetriebene Durchlauferhitzer in größeren Wohnanlagen als dezentrale Wärmeerzeuger zum Einsatz, Erdwärme aus Tiefenbohrungen bis 300 m oder Wärmerückgewinnung aus Erdspeichern. Brennstoffzellen für Wasserstoff oder Erdgas sind interessante Alternativen. Sie sind in der Entwicklung und zum Teil schon in der Erprobung, spielen zur Zeit aber für die Wärmeerzeugung noch eine untergeordnete Rolle.
In vielen Ländern Europas hat sich Kupfer auf Grund seiner bekannt guten Eigenschaften, sowohl bau- und installationstechnisch als auch rohrhydraulisch gegen geschweißte Stahlrohre als Installationsmaterial durchgesetzt. Durch die Einführung der neuen Verbindungstechnik „Pressen“ und die Möglichkeit, in Heizungsanlagen Kupferrohre nach DIN EN 1057 mit geringeren Wanddicken einzusetzen, wird die Kupferrohrinstallation – auch im Hinblick auf andere Werkstoffe (Kunststoffe) – für das Handwerk immer wirtschaftlicher und somit interessanter.
Je nach Montagekosten und Zeitaufwand ist die Verwendung von SANHA-Pressfittings aus Kupfer (Serie 6000) und Rotguss (Serie 8000) oder alternativ die Löttechnik mit SANHA-Lötfittings der Serie 5000 und 4000 zu empfehlen. Für Leitungen unter besonderen äußeren Bedingungen, wie z. B. in Lebensmittelbetrieben Aufputz verlegte Leitungen, die leicht zu reinigen sein müssen, sollte das SANHA- NiroSan-Presssystem aus Edelstahl zu wählen. Die SANHA-Pressfittings aus Kupfer (Serie 6000) und Rotguss (Serie 8000) sowie das SANHA-NiroSan-Presssystem (Serie 9000) sind bis zu einer Betriebstemperatur von 120 °C belastbar.